Kaufnebenkosten · Thüringen
Kaufnebenkosten in Thüringen 2026
In Thüringen beträgt die Grunderwerbsteuer 5 % des Kaufpreises. Mit Notar und Grundbuch (rund 1,5 %) und einem Makler (üblich sind rund 3,57 % inkl. USt) kommen Sie auf rund 10,1 % zusätzlich zum Kaufpreis.
Kaufnebenkosten in Thüringen
Beispiele in Thüringen
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer | Notar, Grundbuch | Makler | Zusammen |
|---|---|---|---|---|
| 200.000 € | 10.000 € | 3.000 € | 7.140 € | 20.140 € |
| 300.000 € | 15.000 € | 4.500 € | 10.710 € | 30.210 € |
| 400.000 € | 20.000 € | 6.000 € | 14.280 € | 40.280 € |
| 500.000 € | 25.000 € | 7.500 € | 17.850 € | 50.350 € |
Notar und Grundbuch mit 1,5 %, Makler mit 3,57 % angesetzt. Ohne Makler sind es 6,5 % des Kaufpreises.
Die Grunderwerbsteuer in Thüringen
Thüringen hat mit 5 % einen Satz im Mittelfeld (bundesweit 3,5 % bis 6,5 %). Denselben Satz haben Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Er gilt seit dem 1. Januar 2024; vorher waren es 6,5 %.
Die Steuer fällt beim Kauf eines Grundstücks, Hauses oder einer Wohnung an und wird auf den Kaufpreis berechnet. Ausgenommen sind unter anderem Käufe zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern, zwischen Verwandten in gerader Linie (etwa Eltern und Kinder), Erwerbe durch Erbschaft oder Schenkung sowie Kaufpreise bis 2.500 € (§ 3 GrEStG). Mitverkaufte bewegliche Gegenstände (etwa eine nicht fest eingepasste Einbauküche) gehören nicht zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, wenn sie im Kaufvertrag gesondert mit einem realistischen Wert ausgewiesen sind. Überhöhte Werte erkennt das Finanzamt nicht an.
Gut zu wissen in Thüringen
- Familien mit mindestens einem Kind unter 18 können beim ersten Kauf einer selbst genutzten Immobilie einen Zuschuss von 5 % des Kaufpreises erhalten. Angerechnet werden höchstens 400.000 € Kaufpreis, also höchstens 20.000 €; beim Baugrundstück höchstens 100.000 €, also bis 5.000 €. Die Immobilie muss fünf Jahre selbst genutzt werden. Der Antrag geht bis 30.11. an die Thüringer Aufbaubank. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht. Die Richtlinie läuft am 31.12.2026 aus; ob sie verlängert wird, ist offen. (Thüringer Aufbaubank – Richtlinie Wohneigentum für Familien)
Notar, Grundbuch und Makler
Notar und Grundbuchamt rechnen bundesweit nach denselben Gebühren (Gerichts- und Notarkostengesetz). Beim Makler gilt seit Ende 2020: Kauft eine Privatperson eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus und war der Makler auch für den Verkäufer tätig, zahlt sie höchstens die Hälfte der Provision. Üblich sind derzeit rund 3,57 % des Kaufpreises inkl. Umsatzsteuer je Seite. Das ist ein Marktwert, keine gesetzliche Höhe; die Provision ist verhandelbar. Bei Mehrfamilienhäusern, Grundstücken oder einem Kauf als Unternehmer gilt die Teilungsregel nicht.
Die Nebenkosten bezahlen Sie in der Regel aus Eigenkapital – Banken finanzieren sie ungern mit. Mehr dazu im Ratgeber Kaufnebenkosten und im Rechner Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Grunderwerbsteuer in anderen Bundesländern
- Bayern: 3,5 %
- Baden-Württemberg: 5 %
- Niedersachsen: 5 %
- Rheinland-Pfalz: 5 %
- Sachsen-Anhalt: 5 %
- Thüringen: 5 %
- Bremen: 5,5 %
- Hamburg: 5,5 %
- Sachsen: 5,5 %
- Berlin: 6 %
- Hessen: 6 %
- Mecklenburg-Vorpommern: 6 %
- Brandenburg: 6,5 %
- Nordrhein-Westfalen: 6,5 %
- Saarland: 6,5 %
- Schleswig-Holstein: 6,5 %
Steuersätze nach den Landesgesetzen (Landesgesetze; Abgleich mehrerer Zusammenstellungen, Stand 2026), Stand Oktober 2026.