Kaufnebenkosten · Bayern
Kaufnebenkosten in Bayern 2026
In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer 3,5 % des Kaufpreises. Mit Notar und Grundbuch (rund 1,5 %) und einem Makler (üblich sind rund 3,57 % inkl. USt) kommen Sie auf rund 8,6 % zusätzlich zum Kaufpreis.
Kaufnebenkosten in Bayern
Beispiele in Bayern
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer | Notar, Grundbuch | Makler | Zusammen |
|---|---|---|---|---|
| 200.000 € | 7.000 € | 3.000 € | 7.140 € | 17.140 € |
| 300.000 € | 10.500 € | 4.500 € | 10.710 € | 25.710 € |
| 400.000 € | 14.000 € | 6.000 € | 14.280 € | 34.280 € |
| 500.000 € | 17.500 € | 7.500 € | 17.850 € | 42.850 € |
Notar und Grundbuch mit 1,5 %, Makler mit 3,57 % angesetzt. Ohne Makler sind es 5 % des Kaufpreises.
Die Grunderwerbsteuer in Bayern
Bayern hat mit 3,5 % den niedrigsten Satz in Deutschland.
Die Steuer fällt beim Kauf eines Grundstücks, Hauses oder einer Wohnung an und wird auf den Kaufpreis berechnet. Ausgenommen sind unter anderem Käufe zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern, zwischen Verwandten in gerader Linie (etwa Eltern und Kinder), Erwerbe durch Erbschaft oder Schenkung sowie Kaufpreise bis 2.500 € (§ 3 GrEStG). Mitverkaufte bewegliche Gegenstände (etwa eine nicht fest eingepasste Einbauküche) gehören nicht zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, wenn sie im Kaufvertrag gesondert mit einem realistischen Wert ausgewiesen sind. Überhöhte Werte erkennt das Finanzamt nicht an.
Gut zu wissen in Bayern
- Bayern ist das einzige Land, das noch den früheren bundeseinheitlichen Satz von 3,5 % erhebt. Einen Zuschuss zur Grunderwerbsteuer gibt es nicht. Im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm (BayernLabo) können Familien seit Mai 2026 einen Kinderzuschuss von 5.000 € je Kind erhalten, der als Eigenkapital zählt – sofern sie die Voraussetzungen des Programms erfüllen. (Bayerisches Bauministerium, Pressemitteilung vom 02.04.2026)
Notar, Grundbuch und Makler
Notar und Grundbuchamt rechnen bundesweit nach denselben Gebühren (Gerichts- und Notarkostengesetz). Beim Makler gilt seit Ende 2020: Kauft eine Privatperson eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus und war der Makler auch für den Verkäufer tätig, zahlt sie höchstens die Hälfte der Provision. Üblich sind derzeit rund 3,57 % des Kaufpreises inkl. Umsatzsteuer je Seite. Das ist ein Marktwert, keine gesetzliche Höhe; die Provision ist verhandelbar. Bei Mehrfamilienhäusern, Grundstücken oder einem Kauf als Unternehmer gilt die Teilungsregel nicht.
Die Nebenkosten bezahlen Sie in der Regel aus Eigenkapital – Banken finanzieren sie ungern mit. Mehr dazu im Ratgeber Kaufnebenkosten und im Rechner Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Grunderwerbsteuer in anderen Bundesländern
- Bayern: 3,5 %
- Baden-Württemberg: 5 %
- Niedersachsen: 5 %
- Rheinland-Pfalz: 5 %
- Sachsen-Anhalt: 5 %
- Thüringen: 5 %
- Bremen: 5,5 %
- Hamburg: 5,5 %
- Sachsen: 5,5 %
- Berlin: 6 %
- Hessen: 6 %
- Mecklenburg-Vorpommern: 6 %
- Brandenburg: 6,5 %
- Nordrhein-Westfalen: 6,5 %
- Saarland: 6,5 %
- Schleswig-Holstein: 6,5 %
Steuersätze nach den Landesgesetzen (Landesgesetze; Abgleich mehrerer Zusammenstellungen, Stand 2026), Stand Oktober 2026.