Mieterhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 BGB)
Musterbrief für das Verlangen der Zustimmung zu einer Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Bitte alle Felder ausfüllen und ein Begründungsmittel wählen.
Unverbindliche Mustervorlage – keine Rechtsberatung. Nutzung auf eigene Gefahr.
Mieterhöhungen nach § 558 BGB sind streng formgebunden; Fehler bei Adressierung, Begründung oder Fristen
können das gesamte Verlangen unwirksam machen. Im Zweifel vor Versand anwaltlich prüfen lassen.
Diese Vorlage wird kostenlos und unverbindlich zur Verfügung gestellt. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens,
des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit haften wir nach den gesetzlichen
Bestimmungen; ebenso bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Stand: 10/2026.
Prüf-Checkliste vor dem Versand (bitte selbst prüfen – nicht vorbelegt):
Sperr-/Wartefristen: Die Miete muss bei Wirksamwerden der Erhöhung seit 15 Monaten unverändert
sein; das Erhöhungsverlangen darf frühestens 12 Monate nach der letzten Mieterhöhung zugehen.
Modernisierungs- und Betriebskostenerhöhungen bleiben dabei außer Betracht (§ 558 Abs. 1).
Kappungsgrenze: höchstens +20 %, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt (per
Landesverordnung ausgewiesen) höchstens +15 % – bezogen auf die Miete 3 Jahre vor dem
Wirksamwerden der Erhöhung.
Obergrenze: Erhöhung nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
Ausschluss: § 558 gilt nicht bei vereinbarter Staffel- oder Indexmiete
(§§ 557a, 557b).
Qualifizierter Mietspiegel: Existiert für die Gemeinde ein qualifizierter Mietspiegel mit
Angaben zur Wohnung, sind dessen Daten im Erhöhungsverlangen auch dann anzugeben, wenn Sie mit einem
anderen Begründungsmittel begründen (§ 558a Abs. 3).
Selbst zu prüfen: Ob die gesenkte Kappungsgrenze von 15 % für Ihre Gemeinde gilt, ob ein (qualifizierter)
Mietspiegel existiert und wie hoch die ortsübliche Vergleichsmiete ist – diese Angaben sind hier
nicht vorbelegt.
1 · Absender (Vermieter)
Das Erhöhungsverlangen muss von allen Vermietern ausgehen (bei Personenmehrheit alle namentlich).
2 · Empfänger (Mieter)
Das Verlangen muss sich an alle Mieter richten und allen zugehen — andernfalls ist es unwirksam.
3 · Ort, Datum & Betreff
4 · Mietobjekt
5 · Erhöhungsverlangen
Hiermit verlange ich / verlangen wir Ihre Zustimmung zur Erhöhung der derzeitigen Nettokaltmiete
(Miete ohne Betriebs- und Heizkosten) auf die nachstehend genannte neue Nettokaltmiete:
Die verlangte Miete überschreitet die ortsübliche Vergleichsmiete nicht
und hält die Kappungsgrenze ein (siehe Begründung).
6 · Begründung
Das Erhöhungsverlangen wird mit folgendem Begründungsmittel begründet (bitte eines wählen):
Mindestens drei Vergleichswohnungen (Wohnungen mit vergleichbarer Art,
Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage):
Anschrift der Vergleichswohnung
Größe (m²)
Miete (€ / Monat)
Zusätzlich zu beachten: Existiert für die Gemeinde ein qualifizierter
Mietspiegel mit Angaben zur Wohnung, sind dessen Daten auch dann anzugeben, wenn oben ein anderes
Begründungsmittel gewählt wurde (§ 558a Abs. 3).
7 · Zustimmung, Fristen & Zahlung
Ich bitte / wir bitten um Ihre Zustimmung zu dieser Mieterhöhung. Die Zustimmung können Sie bis
zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach Zugang dieses Schreibens erklären (§ 558b Abs. 2 BGB).
Die erhöhte Miete ist mit Beginn des dritten Kalendermonats nach
Zugang dieses Schreibens zu zahlen (§ 558b Abs. 1 BGB). Sollten Sie der Erhöhung nicht zustimmen, behalte ich mir /
behalten wir uns vor, innerhalb weiterer drei Monate Klage auf Erteilung der Zustimmung zu erheben
(§ 558b Abs. 2 BGB).
Rechenregel (manuell eintragen): „Frist bis" = Ablauf des zweiten
Kalendermonats nach Zugang; „zahlbar ab" = Beginn des dritten Kalendermonats nach Zugang. Bitte nach dem
tatsächlichen Zugangsdatum berechnen – es erfolgt keine automatische Berechnung.
8 · Abschluss & Unterschriften
Dieses Erhöhungsverlangen wird in Textform erklärt; eine eigenhändige Unterschrift ist zur
Wirksamkeit nicht erforderlich (§ 558a BGB). Die nachstehenden Unterschriftslinien sind optional.